Die Woche begann für Heizölverbraucher positiv. Allerdings war auch zum Wochenbeginn schon deutlich, dass der Euro in dieser Woche das Zepter bei der Preisbildung übernimmt und die Rohölnotierungen an den Börsen in den Hintergrund rutschen. Die Eurokrise schlägt wieder einmal zu und trübt die Aussicht auf Heizölschnäppchen.
Die Griechen stehen im Grunde genauso da wie wir vor gut 80 Jahren. Mit dem Unterschied, dass wir uns , angesichts einer ähnlichen rechtslastigen Tendenz bei den aktuellen Wahlen, wohl keine Sorgen um einen durch griechische Nazis initierten Weltkrieg machen müssen.
Dennoch lassen sich vielleicht Schlussfolgerungen aus diesem Dilemma ziehen.
Die europäische Währungsunion steht noch immer vor ihrer bisher größten Prüfung. Der Fiskalpakt von Angela Merkel, seinerzeit noch mit Zustimmung von Sarkozy beschlossen, seht auf dünnem Eis. Diese Art eine solche Situation zu bekämpfen gab es nämlich genau vor gut 80 Jahren unter der Regierung Brüning. Dort machte der Sparzwang das kümmerlich vorhandene Wachstum zunichte. Die Reichsmark sowie auch andere Währungen blieben an den Goldwert fest gebunden, eine flexible Geldpolitik war nicht mehr möglich.
Nun stellt sich nach dem Merkozy-schem Fiskalduett die heutige Situation schon wieder anders dar. Hollande, designierter Nachfolger des kleinen Charmeurs, verfolgt eine flexiblere Variante der Bekämpfung dieser Situation.
Sollen die Griechen nun aus der Währungsunion austreten?
Ich bin kein Wirtschaftsfachmann, deswegen bleibe ich lieber bei meinem oberflächlichen Halbwissen. Zunächst mal sieht es so aus, dass es aufgrund der griechischen Wahlergebnisse keine regierungsfähige Mehrheit gibt. Neuwahlen werden also stattfinden müssen. Ob es danach in den Parteien mit den meisten Stimmen tatsächlich tragfähige Bündnisse gibt, die den eurodiktierten Sparkurs durchzusetzen imstande sind, darf arg bezweifelt werden. Fließen denn in der Zwischenzeit weitere Millionen aus Deutschland?
Gibt es beim Fiskalpakt Abänderungen? Oder womöglich eine Kursänderung in Form eines Wachstumspaktes?
Ich weiß es nicht. Eine Rückkehr zur Drachme würde womöglich eine Kettenreaktion auslösen, Spanien Italien usw. könnte ein ähnliches Schicksal ereilen. Nicht zu denken an die Milliarden von Euro, die durch die Schuldenschnitte verloren gingen.
Nun denn, all diese Gedanken sollen den Kurs des Euros widerspiegeln. Und ich denke, dass tun sie auch ganz gut. Wir bewegen uns wie ein Schiffchen in einem Ozean, zwischen Stürmen und Flauten gefangen und Land noch lange nicht in Sicht.